Auf dem ehemaligen Pierburg-Areal in Neuss errichtet die bema Gruppe für die EPSON Deutschland GmbH ein neues Industrial Solution Center. In unmittelbarer Nähe seines zukünftigen Headquarters in Düsseldorf-Heerdt, das ebenfalls durch die bema Gruppe entwickelt wurde, wird das weltweit führende Technologieunternehmen hier seinen Kunden Neuentwicklungen von Drucksystemen, Robotern und Projektoren präsentieren sowie moderne Test- und Schulungsmöglichkeiten einrichten. Für den Neubau in der Neusser Leuschstraße hat die bema Gruppe Anfang April den Bauantrag eingereicht. Der Mietvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren war bereits im August 2022 unterzeichnet worden.

Das Industrial Solution Center verfügt über eine vermietbare Gesamtfläche von rund 2.600 Quadratmetern. Der Baustart kann unmittelbar nach Baugenehmigung erfolgen. Bei planmäßigem Verlauf der Bauarbeiten ist ein Bezug des neuen Demospace-Gebäudes durch EPSON nach circa zwölf Monaten möglich. Es besteht aus einem eingeschossigen Hallenbereich sowie einem zweigeschossigen Büroteil. Die Beheizung erfolgt autark über Luft-Wasser-Wärmepumpen. Photovoltaikanlagen dienen zur Stromerzeugung. Außerdem werden die Dachflächen extensiv begrünt. Damit erfüllt das Objekt aktuelle Standards in Bezug auf Umweltschutz und Klimafreundlichkeit und ESG-Kriterien. Hierzu zählt auch die Einrichtung von Stellplätzen für Elektrofahrzeuge sowie von gut erreichbaren Abstellanlagen für Fahrräder. Der Neubau fügt sich damit optimal in die nachhaltige Mobilitätsstrategie des künftigen Pierburg-Areals ein.

Mit seiner klaren architektonischen Struktur verkörpert das EPSON Industrial Solution Center das bauliche Entrée in das neu entstehende Quartier. „Wir sehen darin eine Initialzündung für die Entwicklung des ehemaligen Werksgeländes und ein deutliches Signal zur Ansiedlung weiterer gewerblicher Nutzer“, sagt Lydia Trucksess, zuständige Projektleiterin der bema Gruppe für das Vorhaben.

Die bema Gruppe hat ein 4.545 m² großes Baufeld an das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen VIVAWEST veräußert. Das Baufeld ist Teil der ca. 60.000 m² großen Quartiersentwicklung auf dem ehemaligen Pierburg-Gelände im Neusser Barbaraviertel. Auf dem 4.545 m² großen Grundstück sollen 104 Wohneinheiten entstehen, davon 46 geförderte Wohnungen – rund ein Drittel des öffentlich geförderten Wohnbaus im 1. Bauabschnitt des Gesamtprojektes. VIVAWEST hat parallel zum Grundstückserwerb auch die Planungen und die förderberechtigten Gesellschaften von NORD PROJECT Immobilien, Hamburg, übernommen, um das Projekt realisieren zu können. Im Vorfeld hatte die NORD PROJECT für das Bauvorhaben auf dem Grundstück innerhalb eines Jahres eine gültige Baugenehmigung und Förderzusagen zur Errichtung geförderter und freifinanzierter Wohnungen erwirkt. VIVAWEST wird das Projekt nun realisieren und in den eigenen Bestand übernehmen.

Unmittelbar an der Düsseldorfer Stadtgrenze gelegen, soll auf dem rund 60.000 m² großen ehemaligen Industrieareal ein gemischt genutztes Stadtquartier entstehen. Der Großteil des urbanen Stadtquartiers wird für den Wohnungsbau genutzt, die verbleibenden rund 30 Prozent für gewerbliche Nutzung – hierzu zählen u.a. ein Hotel, eine Handelsnutzung sowie Büroflächen. Insgesamt sollen rund 470 Wohneinheiten entstehen, darunter auch öffentlich geförderte Wohnungen. Kommunikativer Mittelpunkt des Areals wird ein zentraler, grüner Quartiersplatz sein. Angrenzend ist eine neue Kindertagesstätte geplant, die das Angebot für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner abrundet. Versorgt wird das gesamte Quartier mit nachhaltiger emissionsfreier Nahwärme von den Stadtwerken Düsseldorf. Der Masterplan für das energieeffiziente Stadtquartier stammt vom Düsseldorfer Planungsbüro Konrath und Wennemar Architekten und Ingenieure, das auch mit der Planung für den Wohnungsbau beauftragt wurde.

Am 8. November fand der „Tag der Umbaukultur“ in Berlin statt, in dessen Rahmen der Baukulturbericht 2022/23 veröffentlicht wurde. Das drängende Thema: Wie bauen wir unsere Städte um und welcher Umgang mit dem Bestand ist der beste? Als überzeugtes Mitglied des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur beschäftigt sich auch die bema Gruppe mit Fragen des Bestandes. Im Projekt Yorck Offices Düsseldorf war die bema federführend in der Konzeption für die Revitalisierung eines zentralen Bürostandortes aus den 90er Jahren und hat in einem Joint Venture die Potenziale einer behutsamen Sanierung der Gebäudesubstanz und deren ästhetischer Aufwertung herausgearbeitet. Jüngstes Beispiel: Im Rahmen des Projekts Campus M sorgen wir mit spannenden Kunstprojekten als Zwischennutzung für den „Social and Cultural Return“ in der urbanen Umgebung von Köln-Ehrenfeld.

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